
Bildungspolitik ist Landessache. Wir sehen bei der aktuellen Schulgesetzänderung, dass die starke sozialdemokratische Stimme fehlt, um endlich allen Kindern und Jugendlichen einen gerechten Zugang zu
Bildung zu ermöglichen. Als Gymnasiallehrerin mit Unterrichtserfahrung an einer Gemeinschaftsschule, als
Personalrätin für Lehrkräfte und als stellvertretende Landesvorsitzende der GEW (Gewerkschaft Erziehung
und Wissenschaft) bringe ich durchsetzungserprobte Expertise für Bildungsgerechtigkeit ein.
Mein Fokus ist, Kinder und Jugendliche so zu bilden, dass sie demokratie- und friedensfähig sind.

Für mich ist der Umwelt- und Klimaschutz so selbstverständlich, dass ich ihn in der Vorstellung meiner Person häufig weglasse.
Als Grundschülerin schon habe ich mich in der Schule so sehr dafür interessiert, dass ich in meine Elternhaus die Mülltrennung eingefordert und durchgesetzt habe, in der weiterführenden Schule habe ich die Umwelt-AG mitgegründet.
Wir haben ein Biotop angelegt und gepflegt, einen Pausenmilchverkauf (Pfandflaschen) eingeführt, das Elterntaxi thematisiert und für Alternativen gesorgt, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach installiert und unsere Samstage freiwillig auf dem städtischen Bauhof verbracht und das angelieferte Plastik in PP (Polypropylen), PS (Polystyrol) und PET (Polyethylentheraphthalat) sortiert und den Bürger*innen erklärt, warum das notwendig ist.
Mit 16 habe ich den „Öko-Führerschein“ der Landeszentrale für politische Bildung absolviert. Nach dem Seminar über Tierhaltung habe ich mich entschieden, kein Fleisch mehr zu essen.
Das alles habe ich verinnerlicht und lebe danach. Und das hat sicher auch damit zu tun, dass ich in der christlichen Jugendarbeit groß geworden bin, in der es immer auch um die Bewahrung der Schöpfung ging.
Heute kämpfe ich für einen funktionierenden ÖPNV, der immer mehr Menschen ein möglichst autofreies Leben ermöglicht. Sichere Fahrrad- und Fußwege gehören auch dazu.
Politisch setze ich mich dafür ein, dass die Energiewende sozialverträglich vollzogen wird, Energie bezahlbar bleibt und der Ausbau erneuerbarer Energie vorangetrieben wird.
Baden-Württemberg soll bis spätestens 2040 klimaneutral sein.

Die Schließung von Notfallpraxen wie in Herrenberg, zeigt: Wir brauchen endlich eine verlässliche Planung der Gesundheitsversorgung im Land.
Jede*r muss innerhalb von 30 Minuten ärztliche Hilfe erreichen können. Dafür wollen wir mehr Ärzt*innen ausbilden mit 500 neuen Studienplätzen, die Weiterbildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.
Krankenhausstandorte müssen erhalten und sektorenübergreifend gedacht werden.
Ein Herzensthema ist mir die psychische Gesundheit: Präventive Angebote, die Resilienz stärken – etwa in Schulen, Kitas und Familienbildungsstätten – müssen ausgebaut werden.
Der Zugang zu Vereinen sollte niedrigschwellig sein. Menschen, die psychisch belastet sind, müssen schnell und unkompliziert Hilfe bekommen.
Für die AOK habe ich noch weitere Fragen zum Thema Gesundheit beantowrtet.

Ich setze mich für ein Tempolimit auf Autobahnen ein. Ein Tempolimit, dessen Kontrolle und allgemeine Verkehrskontrollen werden zu mehr Sicherheit, weniger Stress, weniger CO2-Ausstoß und weniger Lärm führen.
Für mich ist es unerträglich, dass Menschen, die auf eine pünktliche S-Bahn angewiesen sind und kein Auto haben, auf das sie zurückgreifen können, so häufig im Stich gelassen sind. Denn Mobilität ist Daseinsvorsorge und notwendig für soziale Teilhabe.
Ich befürworte den Pfaffensteigtunnel als langfristig richtige Lösung für eine moderne, leistungsfähige Gäubahn – aber nicht um den Preis einer jahrelangen Unterbrechung der Verbindung nach Stuttgart.
Diese Fragen habe ich sehr gerne für abgeordnetenwatch beantwortet.